Island


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Island ist nach Grossbritannien der flächenmäßig zweit-größte Inselstaat Europas und befindet sich südöstlich von Grönland. Die Hauptinsel ist die größte Vulkaninsel der Erde, welche sich sich knapp südlich des nördlichen Polarkreises befindet. Mit nur knapp über 340‘000 Einwohner zählt Island zu den am dünnsten besiedelten Länder Europas. Hinzukommt, dass über 60 Prozent der isländischen Bevölkerung auf die Hauptstadtregion von Reykjavík konzentrieren.

Neben der Hauptinsel zählen eine überschaubare Anzahl an kleineren Insel zum Inselstaat. Ein großer Teil der Insel besteht aus Lavawüsten und / oder Geltschern, die weder bewohnbar noch landwirtschaftlich nutzbar sind. Die bewohnten Gebiete befinden sich hauptsächlich entlang der Küste.

Als Insel wird Island im Nordenwesten in Richtung Grönland von der Dänemarkstraße, im Norden durch die Grönlandsee, im Osten durch das Europäische Nordmeer oder Nordpolarmeer, beides Teile des Arktischen Ozeans, und im Süden durch den Nordatlantik begrenzt. Die Küstenlinie selbst, vor allem im Nordosten und Nordwesten, ist teilweise durch zahlreiche Fjorde stark geprägt.

Geographisch und kulturell zählt Island zu Nordeuropa, genauer zu Nordwesteuropa, wobei geologisch tektonisch der Inselstaat Europa und Nordamerika eint, da der Mittelatlantische Rücken die Hauptinsel teilt und somit der westliche Teil Islands auf der nordamerikanischen Platte und der östliche Teil der Insel auf der eurasischen Platte liegt. Die beiden Platten entfernen sich, aber die sogenannte Island-Plume sorgt mittels aktivem Vulkanismus für Nachschub an Material, was unter anderem dazu führt, dass die Insel nicht auseinander bricht.

Dieser aktive Vulkanismus ist auch sehr landschaftsprägend und allgegenwertig auf Island. Die aktiven Vulkane auf der Insel werden in circa 30 Vulkansysteme gegliedert. Daneben prägen eine grosse Anzahl an Gletschern im isländischen Hochland, der sogenannten Periglazial-Wüste, im Zentrum mit dem dazu gehörenden Wasserreichtum mit Seen, Flüssen und Wasserfällen das Landschaftsbild.

Island ist seit dem 17. Juni 1944 eine unabhängige, parlamentarisch-demokratische Republik . Das Althing, die Legislative, besteht aus 63 Abgeordneten. Staatsoberhaupt ist der isländische Präsident, die Regierungsgeschäfte jedoch werden durch den isländische Premierminister geführt. Reykjavík wurde zur Hauptstadt erkoren und ist die am nördlichsten gelegene Hauptstadt der Welt und zugleich die größte Stadt Islands. Die Infrastruktur der Stadt ist sehr gut ausgebildet und verfügt über eine Universität und verschiedene andere Hochschulen, Theater, Museen und Kultureinrichtungen, sowie ein Hochseehafen.

Die Gliederung der Verwaltung Islands ist recht komplex und basiert zum Teil bis heute noch auf historischen Strukturen. Ursprünglich wurde die Insel in sogenannte Landesviertel unterteilt, dem Westfjord-Viertel, dem Ostfjord-Viertel, dem Südlichen und dem Nördlichen Viertel, welche sich nach den Himmelsrichtungen orientierten. Heute hat diese Einteilung allerhöchstens noch in der Sprache Bedeutung.

Die heutige Struktur verfügt über 8 Regionen, welche wiederum in 22 Landkreise/Regierungsbezirke und 20 sogenannte kreisfreie Gemeinden unterteilt werden, welche sich wiederum aus den 76 Gemeinden Islands bilden.

Islands Wirtschaftszweige sind sehr unterschiedlicher Natur. Zum Einen lässt sich die Landwirtschaft hervorheben, welche durch intensive Beweidung das Landschaftsbild Islands geprägt, aber auch dauerhaft verändert haben. Aufgrund der Lage auf dem Schelfsockels sind die Fischgründe rund um Island besonders ergiebig. Das Meer rundum die Insel ist reich an Phytoplankton, welches die Grundlage der ozeanischen Nahrungskette bildet. Somit begründet sich der wirtschaftliche Sektor der Fischerei, sowie der Fisch-verarbeitenden Industrie. Leider betreiben die Isländer bis heute Walfang, welcher sich hauptsächlich auf Finnwale und Zwergwale konzentriert.

Als wichtigster Einkommenszweig des heutigen Islands ist aber die Tourismus-Branche aufzuführen, welche den Touristen hauptsächlich die Natur an Land und im Meer näher bringen soll, wobei hier Walbeobachtungstouren, Gletscherwanderungen und der Pferde- und Reittourismus mit unter die wichtigsten Aktivitäten sind.

Zu guter Letzt ist die Aluminiumindustrie als wichtiger Devisenbringer der Insel zu nennen, und seit den 1990 Jahren entwickelt sich konstant und stetig ein neuer High-Tech Sektor auf dem Gebiet der Molekularbiologie, Genetik und den angrenzenden Wissenschaften. Interessant für den Staat selbst ist die etablierte Energiewirtschaft, welche sich der geologischen Gegebenheiten der Lage Islands bedient. So ist die Stromerzeugung vollständig regenerativ, und wird per Wasserkraft oder der vorherrschenden Geothermie bewerkstelligt.

Sicherlich muss an dieser Stelle auch vermerkt werden, dass Island mit der 2007 ausgebrochenen Finanzkrise, welche beinahe zu einem Staatsbankrott geführt haben, heftige wirtschaftliche Rückschläge einstecken musste, unter anderem eine starke Abwertung der eigenen Währung.

Das Klima ist ozeanisch kühl, geprägt vom relativ warmen Irmingerstrom (5 °C), als Teilstrom des Golfstromes, an der Südküste und vom kalten Grönlandstrom an der Nordost- und Südwestküste. Generell ist Island sehr feucht und zeichnet sich durch teilweise enorme Niederschlagsmengen aus. Die klimatische Konstellation aber führt dazu, dass Island verglichen mit anderen Gebieten auf demselben Breitengrad, milder ist. Somit fallen die Sommer zwar eher kühl, die Winter aber vergleichsweise milde aus. So sind die Temperaturen im Winter im Durschnitt zwischen 0° und 3° C, und im Sommer, in den Monaten Juni bis circa Mitte September, zwischen 12° und 15° C.

Eine Beschreibung des Klimas ohne die Erwähnung des Islandtiefs an dieser Stelle wäre sicherlich nicht komplett. Das Islandtief ist ein über dem Nordatlantik im Bereich von Island nahezu ständig ausgebildetes Tiefdruckgebiet. Es ist ein für Europa wetterwirksames Aktions-zentrum, durch das vor allem der west- und nordwesteuropäische Raum den überwiegenden Teil seiner Niederschläge erhält.

In den Wintermonaten führt seine besondere Ausprägung zu orkanartigen Luftbewegungen im Bereich der Nordsee. Auch wenn der Eindruck durch den Namen geweckt wird, das Islandtief ist nicht stationär, sondern verändert seine Lage während des Jahres auf dem Atlantik. Im Sommer befindet sich das Tief in der Labradorsee, hingegen verschiebt es sich zum Winter hin in das südöstlich von Island gelegenen Europäischen Nordmeer. Den Status eines Aktionszentrums verdankt es jedoch dem fast konstanten Entstehungsort und den ähnlichen Entstehungsbedingungen. So ist das Aufeinandertreffen von kontinentaler Kaltluft (Neufundland, Grönland) und der warmen Strömung (Golfstrom) von entscheidender Bedeutung.

Die für den Yachtsport benötigten Winde sind unterschiedlicher Natur, beruhen auf der Grosswetterlage und lassen sich praktisch nicht kategorisieren. Aufgrund der geografischen Lage kann gesagt werden, dass der Norden eher unter dem Einfluss der polaren Nordostwinde , währenddessen der Süden in den sogenannten Mittleren Breiten eher unter dem Einfluss von Südwestwind steht. Im allgemeinen herrscht in dem Sommermonaten eine frische bis steife Brise, welche aber in den Wintermonaten deutlich auffrischt.

Der Reiz des Segelreviers Island ist seine Unberührtheit, abseits von Massentourismus. Die klimatischen und hydrographischen Bedingungen in Verbindung mit den Tiden machen dieses Revier aber anspruchsvoll. Du solltest also eine gewisse Erfahrung für dieses Revier mitbringen, damit Dein Törn wirklich zum Vergnügen wird. 


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