Schottland


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Schottland oder schottisch-gälisch Alba mit der Hauptstadt Edinburgh ist seit dem Act of Union im Jahre 1707 ein Landesteil des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Schottland besteht aus dem nördlichen Drittel der größten europäischen Insel Großbritannien, sowie mehreren Insel-gruppen.

Die wichtigsten Städte sind Aberdeen, Dundee, Edinburgh, Glasgow, Inverness, Perth und Stirling. Die höchste Bevölker-ungsdichte ist beim sogenannten Central Belt zwischen Edinburgh und Glasgow zu beobachten.

Schottland liegt im Wesentlichen auf derselben geographischen Breite wie Dänemark, grenzt zwischen dem Solway Firth im Westen und dem Fluss Tweed an der Ostküste an England. Schottland wird seinerseits in drei geografische Regionen aufgeteilt, den Highlands, den Central Lowlands und den Southern Uplands. Die zerklüftete Landschaft der Highlands beherbergt viele Seen und teilweisetief eingeschnittene Meeresarme, die in Schottland als Loch bezeichnet werden. Das bekannteste Beispiel ist aufgrund seines Fabelwesens der Loch Ness in der Nähe der Stadt Inverness.

Schottland westlich vorgelagert sind die Hebriden, eine Inselgruppe, welche weiter unterteilt wird in die Festland-nahen Inneren und die Äussseren Hebriden. Im Norden liegen die Orkney-Inseln, und weiter entfernt die Shetland-Inseln.

Schottland ist seit der Vereinigung streng mit England verbunden. So wurde 1707 das schottische Parlament aufgelöst und die Abgeordneten ins Parlament von Westminster geschickt. In den vergangenen Jahrzehnten jedoch ist eine starke Bewegung entstanden, welche sich für die Auflösung der Union und eine autonome Souveränität Schottlands stark macht. Als wichtiges Resultat dieser Bestrebungen ist die Einsetzung eines eigenen, schottischen Parlamentes im Jahre 1999 zu sehen. Mit dessen Einsetzung wurde auch der Erste Minister ernannt, welcher zusammen mit dem Parlament für die meisten innenpolitischen Aspekte verantwortlich ist. Die legislative Gewalt ist jedoch zusätzlich immer noch im Parlament des Vereinigten Königreiches verankert, welches bei Entscheidungen sein Veto einlegen kann. Obwohl andauernd mehr Rechte an das schottische Parlament übertragen werden, bleibt das Anstreben einer eigenen Souveränität weiterhin ein grosses Thema in Schottland. So flammten die Unabhängigkeitsbestrebungen wieder auf im Jahre 2016 mit dem historischen Entscheid des Vereinigten Königreiches zum Austritt aus der Europäischen Union, weil er mehrheitlich von der schottischen Bevölkerung nicht mitgetragen wurde.

Schottland besitzt eine eigene Rechtsordnung, die im Vergleich zum Recht Englands mehr Ähnlichkeit mit den Rechtsordnungen Kontinen-taleuropas hat. Seit 1996 besitzt Schottland auch eine neue und vereinfachte Verwaltung, welche das Gebiet in 32 Council Areas aufteilt.

Als Wirtschaftszweige Schottlands sind neben der Fischerei und der Fisch-verarbeitenden Industrie vor allem die Erdölförderung in der Nordsee mit Aberdeen als Zentrum und der Export von schottischem Whisky aufzuführen. Daneben spielt die Landwirtschaft mit der Weide- und Zuchtwirtschaft und der Anbauwirtschaft eine wichtige Rolle beim Beschaffen von Devisen. Untergeordnet kann die Tourismus-Branche angesehen werden, dies obwohl Schottland als noch unberührtes Reiseland angesehen werden kann, mit einem schönen Landschaftsbild, einer langen Geschichte mit unzähligen Sehenswürdigkeiten, welche bis zur Steinzeit zurück datiert werden können. Zu guter Letzt ist Schottland auch mit seinen Bestrebungen auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien, und dort mit Schwergewicht auf der Windenergie, ein Vorreiter. So sollen nach den Plänen der schottischen Regierung bis zum Jahr 2020 100 % des produzierten Stroms aus erneuerbaren Energien stammen.

Das Klima Schottlands ist sehr interessant und vielschichtig. Es ist ozeanisch geprägt und weist tendenziell sehr unbeständiges Wetter auf. An der westlichen Atlantikküste macht sich der warme Golfstrom bemerkbar im Vergleich zur kalten Nordsee an der Ostküste. Dies führt dazu, dass der Westen im Allgemeinen wärmer ist als der Osten. Die Temperaturen sind durchschnittlich aber über ganz Schottland um die 0° C im Winter und gegen die 18° C im Sommer, wobei die Topografie eine grosse Rolle spielt. So sind beispielsweise heftige Schneefälle in den Highlands nicht ungewöhnlich, während der Schnee in den Lowlands kaum liegenbleibt, falls es überhaupt schneit.

Für die doch nördliche, geografische Lage von Schottland sind die Temperaturen jedoch mild. Aufgrund der Nähe zu den Ozeanen führt dies zu einem hohen Windaufkommen. Besonders stark sind die Winde an der Westküste. Starkwinde treten häufig beim Vorbeiziehen eines starken Tiefs (Westwindlage) auf. Der windigste Ort Schottlands sind die Hebriden. Die kalten Nord- und Ostwinde, welche sich bei Hochdrucklage durchsetzen, sind seltener und werden oft nach kurzer Zeit abgelöst.

Neben dem Einfluss der Lage und der Topografie gibt es auch typische Klimata und Wettersituationen, welche sich an den Jahreszeiten orientieren. So ist der Winter in Schottland eine kühle, nasse und windige Jahreszeit, wobei die erste Hälfte dieser Jahreszeit oft die feuchteste und windigste Zeit des Jahres ist, geprägt von wechselhaftem und stürmischem Wetter. In der zweiten Hälfte beruhigt sich die Wettersituation normalerweise und die Niederschläge und Winde verlieren, vor allem ausgeprägt an der Küste, ihre Intensität. Dafür erreichen die Temperaturen ihre Tiefstwerte.

Das Frühjahr in Schottland ist normalerweise eher eine kühle und trockene Jahreszeit mit nur schwachen Winden, jedoch kommt es aufgrund der Erwärmung des Meeres vereinzelt zu Gewittern. Der Sommer ist die trockenste Jahreszeit und wird vornehmlich durch die vorherrschende Hochdruckwetterlage, dem Azorenhoch, bestimmt. Tiefdruckgebiete aus dem Nordatlantik, die sogenannten Atlantiktiefs, sind eher selten, nehmen jedoch gegen Herbst deutlich zu.

Der schottische Herbst bringt das für uns so bekannte, äußerst wechselhafte Wetter mit sich. Diese Wetterlage entsteht durch das Aufein-andertreffen der kühlen Polarluft auf die Warmluft der Tropen. Gleichzeitig ist das Meer durch die Temperaturen im Frühjahr und Sommer aufgeheizt. Wenn nun die Luft kühler als das Wasser ist, tritt vermehrt Kondensation ein, was zu Regen und heftigen Schauern führen kann. Zudem setzen sich die Einflüsse der atlantischen Tiefs vermehrt durch, was unter anderem zu heftigen Winden führt, wobei hier, wie oben schon erwähnt, die westlichen Teile von Schottland am stärksten betroffen sind.

Somit ist der Wind, welcher für den Yachtsportnotwendig ist, bis auf zeitlich sehr kurze Ausnahmen reichlich vorhanden. Auch die Infra-struktur wurde in den letzten Jahren unter anderem auch durch europäische Fördermittel und schottischer Eigeninitiative stark ausgebaut. Schottland ist aber immer noch ein ruhiges Yachtsportgebiet, welches durch seine Unberührtheit abseits von Massentourismus besticht.

Die vielen Inseln, Fjorde und Passagen machen das Revier einzigartig und wunderschön. Die klimatischen Bedingungen in Verbindung mit den ausgeprägten Tiden und Tidenströmen, wie beispielsweise in der berüchtigten Strasse von Corryvreckan, machen dieses Revier sehr anspruchsvoll und fordern jeden Segler. Du solltest also eine gewisse Erfahrung für dieses Revier mitbringen, damit Dein Törn wirklich zum Vergnügen wird. Zudem musst Du Dir bewusst sein, dass nicht der normale Tag/Nachtrhythmus den Törn alleine bestimmt, sondern auch die Tiden und deren Rhythmus, was mit unter sehr anstrengend werden kann.


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