Kanaren

Die Kanaren, oder wie sie korrekt heissen, die Kanarischen Inseln, sind eine Inselgruppe im östlichen Zentralatlantik, westlich vor der Küstenlinie von Marokko. Sie gehören politisch zu Spanien und bilden eine der 17 Autonomen Gemeinschaften Spaniens. Geografisch gesehen zählt die Inselgruppe zu Afrika, und dort im Speziellen zur Region Makaronesien, zusammen mit den Kapverden, Azoren, den Inseln um Madeira und den Ilhas Selvagens.

 

Die Kanarischen Inseln liegen am Ostrand des Kanarischen Beckens, bestehend aus einem kleineren Nord- und aus einem grösseren Südbecken, welche getrennt werden durch die soge-nannte Kanarenschwelle. Das Kanarische Becken wird im Norden durch die Azorenschwelle, im Süden durch die Kaverdenschwelle und im Westen durch den Nordatlantischen Rücken begrenzt.

 

Die Kanarischen Inseln bestehen aus den 7 Hauptinseln Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro und aus den 6 Nebeninseln Lobos, La Graciosa, Alegranza, Montaña Clara, Roque del Este und Roque del Oeste. Zusätzlich besitzt die Insel-gruppe auch noch einige unbewohnte, kleinere Inseln, wie beispielsweise Anaga oder Salmor.

 

Das Archipel verdankt seine Entstehung einem vulkanischen Hotspot, was durch mehrere Analysen unterdessen als bestätigt angesehen werden kann. Durch die Wanderung der Afrikanischen Platte über den ortsfesten Hotspot sind die Inseln nacheinander gebildet worden. Die vulkanische Aktivität setzt sich bis heute fort, so dass südlich von El Hierro ein neuer Vulkan erst kürzlich unter dem Meeresspiegel entstand.

 

Die Autonome Gemeinschaft der Kanarischen Inseln ist im spanischen Parlament sowohl im Abgeordnetenhaus, als auch im Senat vertreten. Sie besitzen aber auch selbst ein Einkammerparlament mit einer dazugehörenden Regierung von Ministern und einem Präsidenten. Die Ver-fassung der Autonomen Gemeinschaft regelt das lokal politische Geschehen der beiden Provinzen Las Palmas und Santa Cruz de Tenerife, und regeln, die Regierungs-, Verwaltungs- und Repräsentationorgane für die beiden gesamtspanischen Kammern.

 

Die offizielle Landessprache ist spanisch, und die Ursprachen sind bis auf die Pfeifsprache El Silbo auf El Hierro praktisch ausgestorben. Die El Silbo Sprache selbst geht zurück bis auf die Zeit, als die Guanchen noch die Kanaren besiedelten.

 

Die Haupteinnahmequelle der Kanarischen Inseln ist im Dienstleistungssektor, welcher den Tourismus miteinschliesst, zu finden. Andere

Wirtschaftszweige, wie Handel, Bau, Industrie, sowie Landwirtschaft und Fischerei spielen eher eine untergeordnete Rolle. Die Hauptan-laufstellen für den Tourismus befinden sich im Wesentlichen auf Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote. Das wiederum zeigt auch auf, dass man noch sehr ursprüngliche und fast unberührte Inseln, wie beispielsweise La Gomera, La Palma und El Hierro besuchen kann, abseits vom Massentourismus. Es sei hier aber auch erwähnt, dass man auf den touristisch erschlossenen Inseln durchaus auch noch Orte findet, welche auch zur Hauptsaison nicht überfüllt sind.

 

Trotz dieser lukrativen Einnahmequelle möchten wir an dieser Stelle erwähnen, dass die Kanarischen Inseln an einer enormen Arbeitslosig-keit leiden, was bei den jüngere Generationen zu einer starken Abwanderung führt.

 

Das Archipel ist sehr vielseitig und kulturell sehr interessant. So laden die unterschiedlichsten Arten an Buchten und Strände zum Baden ein, auf der anderen Seite weisst das Archipel auch über 140 Naturschutzgebiete auf, welche wirklich einzigartige Eindrücke vermitteln können. Als Beispiele sind hier der Nationalpark Caldera de Taburiente auf La Palma, der Nationalpark Garajonay auf La Gomera, der Nationalpark El Teide auf Teneriffa und der Nationalpark Timanfaya auf Lanzarote zu nennen.

 

Neben der einzigartigen Natur sei hier auch noch die Fauna erwähnt. Vor allem die Vielfältigkeit der Meerestiere im Archipel ist immens. So lassen sich neben Meeresschildkröten, auch Delfine und Wale beobachten. Diese Artenvielfalt führte im Jahr 2006 dazu, dass das Archipel der Kanarischen Inseln zu einem besonders schützenswerten Seegebiet erklärt wurde durch die Internationale Seeschifffahrts-Organisation IMO.

 

Aufgrund der Lage und somit der Nähe zum Nördlichen Wendekreis, herrscht auf den Kanarischen Inseln ein subtropisches Klima. Die Temperaturen sind ganzjährig als sehr angenehm zu betrachten, was unter anderem darauf zurückzuführen ist, dass der eher kühle Kanaren-strom, welcher zum Golfstrom gehört, die eher im Allgemeinen heissen Temperarturen dieser Breiten ausgleichen vermag. Zusätzlich wirken die Nordost-Passatwinde in die gleiche Richtung, womit das trockene und heisse Sahara-Klima von den Inseln fern gehalten werden kann. Die Ausnahme bildet die Wetterlage Kalima, welche mit einem Ostwind die heisse Luft der Sahara auf die Inseln transportiert. Grundsätzlich kannst Du davon ausgehen, dass die Temperaturen ganzjährig im Schnitt über 20° Celsius liegen, der Sommer eher trocken und der Winter ein wenig feuchter ausfällt. Aufgrund der Topografie und der individuelle Insellage im Archipel sind natürlich auch noch Mikroklimatas vor-handen, welche sich von der generellen Lage unterschieden.

 

Wie Du der Klimazusammenfassung entnehmen kannst, liegt das Archipel in einer Zone von konstanten Winden und Windsystemen, was sie für den Yachtsport sehr interessant machen. Zusätzlich ist die Infrastruktur für den Sport sehr gut ausgebildet. Diese Tatsache, aber eben auch die Lage des Archipels, machen die Kanarischen Insel sehr häufig zum letzten Anlaufpunkt einer Transatlantiküberquerung.

 

Wir möchten die Zusammenfassung nicht beenden, ohne auch auf die aktuelle Flüchtlingsproblematik hinzuweisen. Aufgrund verstärkter Grenzbewachung im Mittelmeerraum weichen viele Flüchtlinge aus, und versuchen eine Einreise nach Europa über die Kanarischen Inseln. So startet ihre Reise meist von der senegalischen Küste aus über das offene Meer zu den Kanaren, praktisch immer mit überfüllten und kaum seetüchtigen Booten, respektive Schiffen.

 

Die Konsequenz ist offensichtlich und leider sterben noch heute Flüchtlinge auf dem Weg zu ihrem Traum. Die ohnmächtige Situation führt dazu, dass wir als Firma unter anderem Organisationen wie Solidarität auf See aktiv unterstützen.


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