Karibik

Als Karibik oder Westindien wird ein Gebiet im westlichen und tropischen Atlantik bezeichnet. Die Karibik befindet sich nördlich des Äquators und ist Teil des mittel-amerikanischen Subkontinents. Die damit verbundenen Inseln und Inselgruppen liegen ozeanografisch in oder zumindest an der Karibischen See. Sie selbst befindet sich zum grössten Teil auf der karibischen Platte. Nur Teile im Nordosten, getrennt vom Kaimangraben, liegen auf der Nordamerikanischen Kontinentalplatte.

 

Selbstredend sind die Plattengrenzen tektonisch sehr aktiv, was unter anderem zu verheerenden Erdbeben (Haiti in 2010), respektive auch zu vulkanischen Aktivitäten führte (Montserrat in 1995).

 

Nur eine sehr kleine Anzahl an Eilanden liegt ausserhalb dieses Meeresgebietes. Vor der Küste von Belize liegt das sogenannte Belize Barrier Reef, das zweitgrösste Riff der Erde. Im Nordwesten grenzt das Gebiet an den Golf von Mexico und im Nord-osten an den offenen Atlantik. Der Zusammenschluss von dem Golf von Mexico mit der Karibischen See ist bekannt unter dem Namen Amerikanisches Mittelmeer.

 

Der Name der Region stammt vom Volk der Kariben, welche die spanischen Eroberer auf den kleinen Antillen bei ihrer Ankunft vorgefunden haben. Heute leben in diesem Gebietsraum circa 40 Millionen Menschen unterschiedlicher Herkunft und aus verschiedensten Ländern zu-sammen.

 

Die Anrainer-Staaten der Region Karibik umfassen die Vereinigten Staaten und Mexico im Norden, Belize, Guatemala, Honduras, Nicaragua, Costa Rica und Panama im Westen, und Kolumbien, Venezuela, Guyana, Surinam und Französisch-Guyana im Süden.

 

Die Inseln und Inselgruppen der Karibik werden verschiedentlich unterteilt, respektive eingeteilt. Eine der Unterteilungen bezieht sich auf die Grösse der Inseln innerhalb des Gebietes der Karibik. So spricht man von den grossen Antillen mit Kuba, Jamaika, Puerto Rico und Hispaniola (aufgeteilt in Haiti und der Domenikanischen Republik), und im Gegenzug auch von den Kleinen Antillen, welche ihrerseits in die Leeward Islands (Inseln über dem Wind) und die Windward Islands (Inseln unter dem Wind) aufgeteilt werden. Die Kleinen Antillen sind bis auf wenige Ausnahmen aus vulkanischer Aktivität entstanden. Die Bezeichnungen Leeward (über dem Wind), respektive Windward (unter den Wind) bezeichnet den Einfluss des Nordostpassats auf das entsprechende Gebiet und deren Inseln. So stehen die Leeward Inseln in dessen Einfluss, und die Windward Inseln nicht, was zu deutlich unterschiedlichen lokalen Klimatas führt.

 

Zu den nördlichen Leeward Islands (Inseln über dem Wind) werden die Britische Jungferninseln, die Amerikanische Jungferninseln, Anguilla (Grossbritannien), Saint-Martin (Frankreich), die Niederländische Antillen mit Sint Maarten, Saba, Sint Eustatius, Saint-Barthélemy (Frankreich), Saint Kitts und Nevis, Antigua und Barbuda, Montserrat (Grossbritannien), Guadeloupe (Frankreich) und Dominica gezählt.  Zu den südlichen Leeward Islands (Inseln über dem Wind) gehören Martinique (Frankreich), Saint Lucia, Saint Vincent und die Grenadinen, Barbados und  Grenada. Die Windward Islands (Inseln unter dem Wind) bestehen aus den niederländischen Inseln Aruba, Bonaire und Curaçao, Nueva Esparta (mit Isla Margarita; Venezuela) und Trinidad und Tobago.

 

Den Kleinen Antillen zugerechnet werden oftmals auch die Kaimanen, welche aber westlich vor Kuba und Jamaika liegen. Eine ähnliche Situation betreffen die Bahamas, Bermuda-, sowie Turks- und Caicoinseln, welche zur Karibik eingeordnet werden, aber streng genommen geografisch zum Atlanik gehören.

 

Neben dieser Einteilung werden die Inseln auch auf weitere unterschiedliche Arten gruppiert und voneinander getrennt. So entstanden auch Begriffe wie unter anderem British West Indies, Französisch-Westindien, ABC-Inseln und BES-Inseln.

 

Wir möchten erwähnen, dass nicht jede Insel in der Aufzählung eine Nennung gefunden hat. So existieren noch weitere, kleinere Eiland, welche manchmal zu einer erwähnten Mutterinsel gehören, oder selten vielleicht unabhängig sind. Eine erschöpfende Aufzählung ist in dieser Zusammenfassung nicht möglich und würde eindeutig den Rahmen sprengen.

 

Über die ursprünglich ansässisge Bevölkerung ist kaum etwas überliefert, was auf das Fehlen von entsprechenden Baumonumenten und dem Fehlen von Dokumenten zurückzuführen ist, aber auch auf die Tatsache, dass die spanischen Eroberer die Urbevölkerung in Rekordzeit ausgerottet haben.

 

Man geht davon aus, dass die Bevölkerung indianischen Ursprunges (Volk der Arawaks) aus dem Orinocobecken kam, und die Inseln vom Süden her langsam besiedelt wurden. Weitere Völker folgten auf unterschiedlichsten Routen, unter anderem auch die Kariben, welche die Arawaks langsam verdrängten. Man schätzt heute, dass in der Hochblüte der Urvölker circa 10 Millionen Indianer unterschiedlicher Her-kunft die Inseln der Karibik bevölkerten. Heute findet man von dieser Urbevölkerung nur noch im Süden von Belize eine kleine Gruppe, welche unter dem Namen Schwarze Kariben Indianer bekannt sind, respektive eine kleine Gruppe auf Domenica in einem Reservat.

Zudem war die Karibik im 17. Und 18. Jahrhundert das Paradies der Piraten, welche sich an den vollbeladenen Schiffen der Eroberer bedienten.

 

Die Haupteinnahmequelle für die ganze Region ist klar auf den Tourismus zurückzuführen. Alle anderen Wirtschaftszweige spielen eine klar untergeordnete Rolle. Einer der Gründe für diese Entwicklung ist sicherlich die Nähe zu den Vereinigten Staaten. Zum anderen kann man, bis auf die Ausnahme von Haiti, alle Inseln für einen abwechslungsreichen Strandurlaub nur empfehlen. Die Öffnung hin zu Pauschal-, Öko- und Rucksacktourismus hat den Tourismus zusätzlich angekurbelt. Die Inseln bieten aber nicht nur dem Strandbesucher, sondern auch Wander-, Tauch- und Sporttouristen (vor allem marine Sportarten) eine enorme Vielfalt. So ist auch die Tier- und Pflanzenwelt einzigartig und macht jede der Inseln mit ihren unzähligen und wunderschönen Buchten auf jeden Fall besuchenswert.

 

Zur Stützung der lokalen Wirtschaft entstanden, meist ausgehend von der kleineren Inselstaaten, diverse Zusammenschlüsse und Frei-handelszonen. Hier sind unter anderem die Caribbean Free Trade Association (CARIFTA), die Cairbbean Community (CARICOM) oder das Caribbean Development and Cooperation Commitee (CDCC) zu nennen.

 

Das Klima der Karibik ist bis auf die Ausnahme der nördlichen Bahamasinseln im Küstenbereich tropisch, und sogar vergleichbar mit dem tropischen Regenwaldklima. Die Temperaturen sind ganzjährig ziemlich konstant mit einer kleinen Differenz von circa 5° Celsius vom wärmsten zum kältesten Monat und liegen im Tagesdurchschnitt über das ganze Jahr bei über 25° Celsius. Diese Wärme ist einer der Ursachen für den Antillen- und Floridastrom, welche ihrerseits dann den nach Europa driftenden Golfstrom bilden.

 

Der feuchte westindische Frühling beginnt normalerweise im Mai mit kürzeren Regenperioden. Anschliessend folgt eine Hitzeperiode, welche zu Beginn des Monats Septembers von einer zweiten, und diesmal längeren Regenperiode abgelöst wird, welche bis in den November andauert. Diese Regenperiode ist auch die berüchtigte Hurrikansaison in der Karibik, welche sehr oft verheerende Folgen und Schäden verursachen. Gegen Ende des Novembers startet dann der so berühmte und stabile Karibik-Winter, welcher bis Mai wiederum andauert und als beste Reisezeit anzusehen ist.

 

Die Karibik ist ausserhab der Hurrikansaison ein Paradies für den Yachtsport und die Infrastruktur ist sehr gut ausgebildet. Es ist ein ausge-sprochenes Katamaran-Revier, welche mit ihren geringen Tiefgängen ideal sind für die vorherrschenden Küstenlinien. Alle Inseln nördlich von Martinique, also die Leeward Inseln und dort bestehenden Grossen Antillen stehen ganzjährig unter dem Passateinfluss, wobei hier mit moderaten Winden aus Nordosten bis Osten zu rechnen ist (Passatgürtel).

 

Südlich von Martinique sieht es deutlich anders aus. Die südlichen Leeward Inseln zusammen mit den Windward Inseln sind bei ausge-prägten und trockenen Hochdruckperioden praktisch windstill. Ansonsten ist meist mit moderaten Winden aus Süden bis Westen zu rechnen. Nördlich von Kuba ist eine dritte, lokale Windzone der Karibik. Hier weht der Wind aus dem Südwesten bis hin zu Westen. Dieser Wind wird dem rückkehrenden Passat zugeschreiben.

 

Abschliessend können wir Dir das Revier empfehlen. Das Revier besticht durch wunderschöne Landschaften, Buchten und Badestrände, und auch die Häfen mit ihren Städten sind sehenswert. Es ist zudem kein anspruchvolles Gebiet, mit der Ausnahme, dass die Navigation in den seichten Gewässern zumal nicht ganz ungefährlich ist und überall mit Klippen und Felsen zu rechnen ist. Zudem ist es ein ideales Familien-revier (mit Kindern), bei welchem alle Familienangehörige auf ihre Kosten kommen.


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