Chiemsee

Das bayerische Meer, wie der Chiemsee auch genannt wird, liegt wie der Name schon verrät, in Bayern und ist dessen flächenmässig grösster See. Somit ist der Chiemsee auch der drittgrösste See Deutschlands, nach dem Bodensee und der Müritz.

 

Er liegt geografisch im sogenannten Alpenvorland, was seine Entstehung als ehe-malige Ausschürfung eines Gletschers wie viele andere Voralpenseen begründet. Der See an sich unterliegt dauernder Veränderung, was mit der Sedimentfracht einiger Zuläufe zusammenhängt. Der tiefste Bereich des Sees mit circa 70 Metern wird als Unschuldige-Kinder-Grube bezeichnet. Der See ist unter internationalen Schutz gestellt durch die Ramsar-Konvention.

 

Der Chiemsee beheimatet die Herreninsel, die Fraueninsel und die Krautinsel, welche zusammen gefasst zur Gemeine Chiemsee gehören. Zusätzlich ist noch die Insel Schalch zu erwähnen, eine gemeindefreie Insel, wie übrigens das ganze Seegebiet, welche zum Landkreis Traunstein gezählt wird. Die Gemeinde Chiemsee selbst wird dem oberbayerischen Landkreis Rosenheim zugeordnet, welche über die Verwaltungsgemeinschaft Breitbrunn am Chiemsee und den Regierungsbezirk Oberbayern durch den Freistaat Bayern politisch verwaltet werden. Der Freistaat Bayern wiederum, mit eigenem Ministerpräsidenten und Parlament, ist in der gesamtdeut-schen Bundesregierung vertreten.

 

Das Gebiet um den Chiemsee wird als Chiemgau bezeichnet, und weist, neben dem See, unterschiedliche landschaftliche Sehenswürdig-keiten auf, wie beispielsweise die in unmittelbarer Nähe befindlichen Chiemgauer Berge mit dem Hochfelln, Hochgern, Hochplatte und der Kampenwand. Diese Voraussetzungen machen das Chiemgau als solches als eines der beliebtesten Erholungsgebiete Bayerns, wenn nicht sogar Deutschlands.

 

Der zentrale Aspekt des Erholungsgebietes bleibt aber der See, welcher auch bekannt ist durch die bereits erwähnten Inseln. Die Fraueninsel, als zweitgrösste Insel im See, befindet sich die Abtei Frauenwörth, ein Kloster von Benediktinerinnen, welche eine Berufsfachschule für Frauen beheimatet und ein Wallfahrtsort darstellt. In dem bekannten Lindenhain in der Inselmitte befinden sich die Marienlinde und die Tassilolinde, zwei Bäume deren Alter auf über 1000 Jahre geschätzt wird. Die Herreninsel, die grösste und zugleich bekannteste Insel im Chiemsee, hat mit dem Neuen Schloss Herrenchiemsee, einer verkleinerter Kopie des Schlosses von Versailles und dem Alten Schloss Herrenchiemsee, was ehemals das Kloster Herrrenchiemsee war, zwei ausgesprochen berühmte Sehenswürdigkeiten, welche seinerseits natürlich viele Besucher anlocken. Die dritte zur Gemeinde gehörende Insel ist die Krautinsel. Sie liegt westlichen von der Fraueninsel (Frauenchiemsee), ist unbewohnt und verdankt seinen Namen der früheren Nutzung, nämlich dem Anbau von Gemüse und Kräutern. Neben einigen sehr kleinen Eilanden und durch Sediment entstandenen Inseln sei hier abschliessend noch die Insel Schalch erwähnt, welche vermutlich künstlich als Quadrat angelegt wurde und dessen Ecken mit den vier Himmelsrichtungen zusammen fallen.

 

Die Uferlinie des Chiemsees besticht im Westen durch tiefe Buchten mit dazugehörenden Halbinseln, wie beispielsweise Sassau und Ur-fahrn, beides Teile des sogenannten Inselsees im Südwesten. Im Nordosten hingegen befindet sich der grössere und offenere Teil des Seege-bietes, welcher auch unter dem Namen Weitsee bekannt ist. Neben der Landschaft besticht die Region auch durch ihre schönen Orte und Städtchen rund um den See, wobei wir hier als Beispiele Prien, Gstadt, Seebruck, Chieming, Bernau und Breitbrunn aufzählen möchten.

Das Chiemgau mit seinem See ist ein Naturparadies, welches neben den Besichtigungstouristen, sportliche Touristen anzieht. So kannst Du hier wandern Radfahren und natürlich allerlei Wassersport betreiben, wie beispielsweise Rudern und vor allem Segeln. Der See eignet sich auch zum Baden, wobei die Wassertemperatur im Hochsommer knapp bei 20° Celsius liegt. Grundsätzlich liegt die Region in der sogenann-ten gemässigten Kontinentalklimazone, wobei die Durchschnittstemperatur im Juli bei circa 18° Celsius und im Januar bei circa -2° Celsius zu liegen kommt.

 

Der für den Yachtsport benötigten Wind hat auch in dieser Region unterschiedliche Herkunftsrichtungen. Die stärksten Winde sind bei durchziehenden Tiefdruckgebieten zu erwarten aus westlicher und nordwestlicher Richtung. Der Ostwind ist der Schönwetterwind des Sees, somit am konstantesten, jedoch nicht so ausgeprägt, wie der Westwind. Er kann aber an schönen Tag durch die verstärkende Wirkung der Thermik ein wenig auffrischen. Natürlich hat der See auch topografisch geprägte lokale Winde, welche beispielsweise um die Inseln zu einer Düse führen können. Der Südwind ist meist sehr schwach, und wenn nur bei ausgeprägter Föhnlage, vorhanden. Es sein hier noch erwähnt, dass sich je nach Wetter- und Windsituation auch Wellen aufbauen können, welche unangenehm empfunden werden können. Es gilt, wie überall für den Yachtsport, dass man sich vorgängig mit den vorherrschenden Wetter- und Windsituationen beschäftigen muss. Ab-schliessend möchten wir an dieser Stelle erwähnen, dass der See über einige Untiefen verfügt, beispielsweise an den Mündungen der Zu-flüssen durch das mitgeführte Sediment und in der Nähe der Krautinsel. Zudem sind verschiedene Natur- und Vogelschutzgebiete vor-handen, bei welchen das Befahren der angrenzenden Gewässer entweder eingeschränkt oder sogar verboten ist.

 

Das Revier ist wunderbar, bietet sehr viele Möglichkeiten und Attraktionen und ist als Segelrevier auch geeignet für Einsteiger und Familien. 

Dieses Revier ist ein typisches Tagesrevier, wo Du anschliessend in einem gemütlichen Ort bei gutem Essen und Trinken den Tag ausklingen lässt.


Hast Du Fragen oder Anregungen zur Information, oder hast Du sogar einen Fehler oder eine veraltete Information gefunden, dann wären wir Dir sehr dankbar, wenn Du mit uns Kontakt aufnehmen würdest, damit wir unsere Inhalte anpassen und verbessern können.