Frankreich: Korsika

Westlich von Italien, umgeben vom Ligurischen Meer im Norden, dem Tyrrhenischen Meer im Osten und Süden und dem Westlichen Mittel-meer im Westen, erhebt sich die gebirgige Insel Korsika aus dem Mittel-meer. Im Süden ist sie durch die Strasse von Bonifacio nur gerade circa 10 Kilometer von der italienischen Insel Sardinien getrennt. Sie ist die viertgrösste Mittelmeerinsel und besitzt aufgrund ihrer unzähligen Buchten eine Küstenlinie von über 1000 Kilometern.

 

Korsika gehört verwaltungstechnisch zu Frankreich, besitzt aber einen Sonderstatus. Die Insel wird in 2 Departmente unterteilt, Haute-Corse (Oberkorsika) im Norden und Corse-du-Sud (Südkorsika) im Süden. Die beiden Verwaltungshauptstädte sind Ajaccio für den Süden und Bastia für das nördliche Oberkorsika.

 

Mit seinen über 50 Bergen über 2000 Meter über Meer ist Korsika eine Insel, bestehend aus einem Hoch- und einem Mittelgebirge. Nur gerade ein bisschen mehr wie 10 % der Gesamtfläche der Insel machen tiefliegende Küstenabschnitte aus.

 

Die Wirtschaft auf Korsika besteht hauptsächlich aus der Landwirtschaft, wie beispielsweise dem Weinanbau. Der Tourismus als weiteres Standbein ist zwar etabliert, jedoch, trotz des immensen Potentials vor allem wegen der unberührten Natur, kaum ausgeschöpft. Dies ist unter anderem auch auf die Korsen selbst zurück zu führen, welche keinen Massentourismus anstreben wegen der Befürchtung, ihre Eigenständigkeit dadurch zu verlieren.

 

Aber gerade diese Tatsache macht Korsika für einen Urlaub sehr reizvoll. Die Städte wie Corte, Bonifacio, Calvi, aber auch Bastia und Ajaccio sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Zudem ist Korsika sehr beliebt bei Motorradfahrer, Fahrradfahrer, Wanderer und Kletterer, da die Be-dingungen für die entsprechende Tätigkeit hervorragend sind und die Natur einzigartig ist.

 

Korsika besitzt ein typische Mittelmeerklima, was heisse und meist trockene Sommer (mit circa 30° C) und milde, oft sehr feuchte Winter (mit circa 10° C) mit sich bringt. Das lässt sich aufgrund der Geologie nicht generalisieren, sondern gilt vorwiegend für die Küstengebiete. So liegt in den Bergen im Winter doch regelmässig Schnee, und es lässt sich an einigen Orten sogar Skifahren.

 

Die für den Yachtsport erforderlichen Winde kommen in Korsika je nach Wetterlage aus verschiedenen Richtungen. So bläst aus nördlicher Richtung der Tramontana, aus Nordwesten ist mit dem Mistral zu rechnen und aus dem Nordosten weht der Grecale. Diese Winde sind, bis auf den Mistral, normalerweise mässig stark. Der Mistral kann Auswirkungen annehmen, welche sogar ein Auslaufen aus einem Hafen ver-hindern können. Von Osten her kommt, wie für den gesamten Mittelmeerraum der Levante, und vom Süden der warme Scirocco. Der am meisten vorherrschende Wind ist der Libeccio, vornehmlich aus Südwesten, welcher oft ein Vorbote von Regen ist und erhebliche Tem-peraturschwankung mit sich bringen kann. Selbstverständlich ist am Tag, und natürlich auch in der Nacht, mit den beiden thermischen Winden (ablandiger Wind in der Nacht, auflandiger Wind am Tag) zu rechnen.

 

Es sei hier erwähnt, dass in der Strasse von Bonifacio die Winde aus unterschiedlicher Richtung kommen können und sich gar drehen können. Auf jeden Fall aber tritt dort ein Düseneffekt auf, welchem Du besondere Beachtung schenken solltest. Oftmals ist dieses Phenomen verbunden mit einer starken Kreuzsee in der Küstennähe.

 

Korsika ist ein wunderschönes, rauhes und teils unberührtes Revier. Die Infrastruktur für den Yachtsport ist vorhanden und etabliert. Aufgrund der vorherrschenden Bedingungen ist dieses Revier eher geeignet für fortgeschrittene und erfahrene Yachtsportler. Es ist somit selbstredend, dass Du Dich über die aktuellen Wetter- und Windsituationen ständig informieren solltest, damit Dein Erlaub zu einem erfreulichen und erholsamen Erlebnis wird.


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