Griechenland: Kykladen

Die Kykladen sind eine Inselgruppe in der südlichen Ägäis. Sie werden nördlich begrenzt durch die Insel Euböa und die in der Nordägäis gelegenen Nördlichen Sporaden und den ostägäischen Inseln. Der Osten bis zum Südosten wird durch die Südlichen Sporaden und die Insel-gruppe Dodekanes begrenzt.

 

Abgeschlossen wird der Kreis durch die im Süden liegende Insel Kreta, und das Festland der Region Attika mit dem Saronischen Golf und dem Peloponnes im Westen.

 

Die Herkunft des Namens Kykladen ist dem griechischen Wort Kyklos für Kreis zu zuschreiben und begründet sich auf einer Beschreibung der Inseln aus der Antike, welche sich kreisförmig um die heilige Insel Delos, anordnen. Hier befindet sich eine der Wiegen der Menschheit, welche seit über 5000 Jahren aktive Seefahrt betreibt.

 

Einige südlichen Inseln der Kykladen, wie beispielsweise Santorin, liegen auf dem Kykladenbogen, einem Bogen aus Inseln vulkanischer Herkunft, welcher seinen Ursprung beim Isthmus von Korith findet und nach circa 450 Kilometer länge auf der Halbinsel Bodrum endet. Der Bogen ist eine tektonisch aktive Zone, bei welcher sich die Afrika-nische Kontinentalplatte unter die Ägäische Kontinentalplatte schiebt. Geografisch lassen sich die Kyladen in 4 Gruppen einteilen, wobei die Ostgruppe (mit Mykonos als Vertreter) als Fortsetzung der Gebirge auf Euböa, die Westgruppe (mit Santorin als Vertreter) als Fortsetzung der Gebirge von der Festlandregion Attika, die mittlere Reihe (mit Ios als Vertreter) und die westliche Seitengruppe (mit Milos als Vertreter) definiert werden.

 

Die Kykladen gehören zur der Region Südliche Ägäis, eine der 13 Regionen Griechenlands. Ihrerseits werden sie weiter in 9 Regionalbezirke und 19 Gemeinden unterteilt, was die politischen Aktivitäten untereinander, aber auch in überregionalen Institutionen regelt und bestimmt.

Aufgrund ihrer Fruchtbarkeit und des vorherrschenden milden Klimas wurden sie in der Antike auch die Perlen von Hellas genannt. Obwohl heute praktisch alle Inseln nur noch eine beschränkte Vegetation aufweisen, ist die Landwirtschaft und ihre Erzeugnisse, wie beispielsweise Wein, Olivenöl und Zitrusfrüchte immer noch ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaft. Die einst wichtigen Einnahmequellen Fischerei und Bergbau (einige Inseln besitzen Marmor) dürfte heute der Tourismus und die damit verbundenen Dienstleistungen der wichtigste  Wirt-schaftszweig sein.

 

Klimatisch gesehen gehören die Kykladen dem mediterranen Klimagürtel an, welcher heisse und trockene Sommer mit sich bringt (es ent-stehen Temperaturen jenseits der 35° C Marke), und im Winter trotz erhöhter Feuchtigkeit sehr milde bleibt. So werden die Temperaturen auch in den Wintermonaten selten einstellige Grade erreichen.

 

Die Verteilung der Touristen an sich ist aber sehr heterogen. So sind Mykonos, Santorin, und Naxos die Zentren, während andere Inseln wie beispielsweise Amorgos noch ziemlich unberührt sind. Wir wollen aber klar nicht den Eindruck erwecken, dass Du auf diesen Inseln alleine bist. Im Gegenteil, das kulturelle und landwirtschaftliche Spektrum der Kykladen ist so gross und einzigartig, dass für Jedermann seine Erwartungen erfüllt werden können. Trotz hohem Touristenaufkommen ist ein Besuch auf Mykonos, Santorin oder einer der anderen Kykladeninseln unbedingt zu empfehlen.

 

Die vorherrschenden Windsysteme für den Yachtsport sind der Meltemi, ein Nord-, respektive Nordostwind, welcher Kühlung bringt. Der Meltemi, ein Schön-Wetter-Wind, wird je nach Wetterlage und Sonneneinstrahlung zusätzlich mit der Thermik verstärkt, wobei Wind-stärken von 7 bis 8 Beauforts auftreten im Sommer. Im Winter dreht sich der Wind, kommt aus Süden, respektive Südosten und nennt sich Lodos. Der Lodos ist im allgemeinen deutlich schwächer, als der Meltemi. Zusätzlich zu diesen Winden treten an den Steilküsten noch Fall-winde und entsprechende Böen ein.

 

Somit wird das Revier der Kykladen als sehr rau definiert und bezüglich der Unberechenbarkeit als schwierig beschrieben. Es verlangt das ganze Können von erfahrenen Skippern und Crews ab, und stellt kein Revier für Familien oder Einsteiger dar. Selbstredend gilt auch für diese Seeleute, dass Du Dich vor und während dem Törn intensiv mit dem Wetter- und der Windsituation vertraut machen musst, damit Dein Erlebnis als ein sportliches Erlebnis in Deiner Erinnerung bleibt.

 

Es sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass das Hauptverkehrsmittel die Schifffahrt ist in der Region und dass die Fähren zumal sehr schnell unterwegs sind. Trotz aller dieser Einschränkungen können wir Dir als sportlichen und erfahrenen Yachtsportler dieses Revier wärmstens empfehlen.


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