Italien: Eolische Inseln

Die Eolischen Inseln oder Liparischen Inseln, wie sie auch noch genannt werden, sind eine Inselgruppe von 7 bewohnten Inseln, welche im Tyrrhenischen Meer liegen und nördlich von Sizilien zu finden sind.  Die 7 bewohnten Inseln sind Lipari, Salina, Vulcano, Filicudi, Alicudi, Panarea und die wohl berühmteste unter den Inseln Stromboli. Zusätzlich zu diesen Inseln existiert auch noch eine kleinere Vielzahl an unbewohnten Eilanden. Die grösste der Inseln ist Lipari, sie ist zugleich auch die Hauptinsel.

 

Alle Inseln der Gruppe sind auf vulkanische Aktivität zurückzuführen. Sie sind der Kette an Vulkanen zuzuordnen, welche sich vom Vesuv bis hin zum Ätna auf Silzilien erstreckt. Der Ursprung dieser Kette und deren vulkanischen Aktivität selbst, findet sich begründet auf der Tatsache, dass auf dieser Linie sich die afrikanische Kontinentalplatte unter die apulische Platte schiebt. Heute ist der Stromboli auf der gleichnamigen Insel der einzige Vulkan Europas, welcher ständige Aktivität zeigt. Aufgrund ihrer Entstehungsgeschichte und des noch heute ständig aktiven Strombolis wurde die Inselgruppe im Jahre 2000 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.

 

Die eolischen Inseln gehören verwaltungstechnisch zur Metropolitanstadt Messina, welche wiederum zur Autonomen Region Sizilien und die Region selbst zum Staate Italien zählt. Die sieben bewohnten Inseln sind wiederum in 4 Gemeinden aufgeteilt, wovon 3 alleine auf Salina sind und die restlichen Inseln in der Gemeinde Lipari zusammengefasst werden.

 

Aus heutiger Sicht sind der Fischfang, der Anbau und Export von Kapern sowie die Produktion von Weinen, vor allem Dessertweinen (Malvasia), die treibenden Wirtschaftskräfte. Der früher wichtige Abbau von Bimsstein wurde durch die Aufnahme zum UNESCO Weltnaturerbe dauerhaft eingestellt. Natürlich nimmt der Tourismus eine zentrale Rolle ein, doch auch in der Hochsaison sind die Inseln alles andere als überlaufen.

 

Die eolischen Inseln nehmen bezüglich ihrer Aktivität zum Umweltschutz eine Vorreiterrolle ein in der gesamten süd-italienischen Region. Schon sehr früh wurde auf das ökologische Gleichgewicht geachtet und auf den meisten der Inseln wurden grosse Naturreservate angelegt. Dies führt als Konsequenz dazu, dass Du bis heute eine fast unberührte, wunderbare und vor allem intakte Umgebung besuchen und bewundern kannst.

 

Die Inselgruppe wird durch mediterranes Klima beherrscht, was mit trockenen und heissen Sommern (circa 30° C als Durchschnitt) und mit milden, aber eher feuchten Wintern (kaum tiefer als 10° C) einhergeht.

 

Zu den Sehenswürdigkeiten zählen selbstverständlich die Naturreservate, welche zu Wanderung einladen, aber natürlich auch Orte wie Lipari, die Insel Vulcano und der Vulkan Stromboli. Die Inseln Filicudi und Alicudi sind bezüglich der Infrastruktur für den Tourismus eher spärlich eingerichtet, was aber der Schönheit beider Inseln keinen Abbruch tut und daher auch sehr reizvoll sein kann.

 

In den Sommermonaten kann es zudem durchaus vorkommen, dass die See mit über 25° C Wassertemperatur zum Baden einlädt. Für den Yachtsport ist das Revier auch ausgerüstet, wobei die Infrastruktur von Insel zu Insel variieren kann und im Allgemeinen eher als wenig ausgeprägt einzustufen ist. Die bestimmenden Winde für das Revier sind zum Einen der eher kühle Mistral aus dem Nordwesten, respektive der heisse und trockene Scirocco aus dem Süden bis Südosten.

 

Die eolischen Inseln sind ein Revier, welches auch für Einsteiger in den Yachtsport geeignet ist. Es ist aber anzufügen, dass Du Deinen Törn schon zuhause genau planen musst, da die Qualität der Infrastruktur stark von Insel zu Insel variieren kann. Dies gilt nicht nur für die Verfügbarkeit von entsprechenden Häfen, sondern auch simple Angelegenheiten wie Deine Nahrungsbeschaffung. Zudem ist es aufgrund der Beschaffenheit des Meeresgrundes eher schwierig zu ankern.

 

Die Liparischen Inseln werden als Perlen beschrieben und sie verdienen dieses Prädikat ohne Diskussion.


Hast Du Fragen oder Anregungen zur Information, oder hast Du sogar einen Fehler oder eine veraltete Information gefunden, dann wären wir Dir sehr dankbar, wenn Du mit uns Kontakt aufnehmen würdest, damit wir unsere Inhalte anpassen und verbessern können.