Italien: Sardinien

Die zweitgrösste Insel im Mittelmeer ist Sardinien. Sie gehört verwaltungstechnisch zu Italien, hat aber den Status einer autonomen Region. Sardinien mit ihren vorgelagerten Inseln ist im Westen begrenzt durch das Westliche Mittelmeer und im Osten durch das Tyrrhenische Meer. Im Norden ist die Insel durch die circa 10 Kilometer Breite Strasse von Bonifacio von Korsika getrennt. Sardinien besitzt eine Gesamtküstenlänge von nahezu 2000 Kilometer. Im Gegenteil zu Korsika erreicht kein Berg auf Sardinien die Höhe von über 2000 Meter über Meeresspiegel.

 

Die Hauptstadt ist Cagliari im Süden der Insel, welche in die 5 Provinzen Metropolitanstadt Cagliari, Provinz Nuoro, Provinz Oristano, Provinz Sassari und die Provinz Sud Sardegna gegliedert ist. Weitere Unterteilungen ergeben sich durch die Landschaft.

 

Als Verwaltungsmetropole beheimatet Cagliari viele Ministerien und Institutionen und ist das Zentrum des Warenumschlages mit seinem Freihandelshafen. Zudem findet sich in der Stadt einer der grössten Fischmärkte Italiens. Generell sind neben der Fischerei, die Erdölindustrie, die Landwirtschaft (beispielsweise Korkproduktion und Weinbau) und der Handel wichtige Wirtschaftszweige.

 

Aufgrund seiner Lage, seiner Geschichte und seiner einzigartigen Natur ist der Tourismus ein zentrales Standbein für Sardinien geworden. So wird die Insel als Naturreservat beschrieben, in welchem viele Tiere und Pflanzen unter Schutz gestellt wurden. Sardinien besitzt 4 Nationalparks, 26 Regionalparks und 3 Meeresschutzgebiete, welche alle als sehr besuchenswert gelten.

 

Auf Sardinien herrscht ein mediterranes Klima. So sind in den Sommermonaten Temperaturen von über 30° C durchaus gängig, während im Winter das Thermometer kaum unter die 5° C Marke fällt. Wie üblich für diese Klimazone sind die Wintermonate deutlich feuchter als die Sommermonate.

 

Einen besonderen Stellenwert nehmen die unzähligen Buchten und Küstenabschnitte mit türkis-farbenem Wasser ein, welche zum Baden oder einfach nur zum Ankern einladen. Zu den berühmtesten Küstenabschnitten zählen die Costa Smeralda, die Costa Rei, die Costa Verde, die Costa Paradiso und die Costa del Sud, um nur einige wenige Beispiel zu nennen. Zu den wunderschönen vorgelagerten Inseln lassen sich Asinara, Mal die Ventre, Serpentara, La Maddalena und das Sulcis Archipel als einzelne Vertreter aufzählen. Die Liste der sehenswerten Städte und Orte sprengt den Rahmen dieser Seite. Wir möchten Dir die Stadt Cagliari ans Herz legen, welche mit ihrer Innenstadt ein Muss für eine Visite darstellt.

 

Der für die Yachtsportler wichtige Wind ist auch auf dieser Insel von der Lokalität und der Jahreszeit abhängig. So findet sich hier auch der Nordwind Tramontana, welcher oft mit Regen und Böen begleitet wird. Beim Auftreten von Tiefdruckgebieten wird das Auftreten des Grecos beobachtet, einem kalten Nordostwind. Aus Nordwest bei entsprechender Drucklage setzt der Mistral ein, welcher normalerweise vom Levante als Ostwind abgelöst wird, und seinerseits den Scirocco aus Südost bis Süd ankündigt. Abschliessend sei hier noch auf den Libeccio hingewiesen, ein Südwestwind, welcher vor allem in den Sommermonaten kräftig blasen kann und oft heftigen Seegang mit sich bringt.

 

Sardinien ist für jeden Yachtsportler geeignet, auch für Einsteiger und die vorherrschende Infrastruktur ist dafür gut ausgelegt. Es sei hier darauf verwiesen, dass vor allem im Norden der Insel um die Costa Smeralda die Preise in den Sommermonaten teilweise sehr hoch sein können. Trotzdem ist Sardinien für  jeden Yachtsportler eine Traumdestination.

 

Du solltest Dich vor und während dem Törn jedoch eingehend mit dem Wetter und der Windsituation vertraut machen, da auch in diesem Revier starke Winde auftreten können, welche Du nicht als Überraschung auf See erleben solltest.


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