Seychellen

Die Republik Seychellen mit ihrer Hauptstadt Victoria auf der Insel Mahé sind eine Inselgruppe im Indischen Ozean und gehören geografisch und topografisch zu Afrika. Die Inselgruppe liegt auf dem nördlichen, sowie auf dem westlichen Teil des Maskarenenrückens, welche seinerseits eine Schwelle im westlichen Pazifik darstellt, und ist knapp südlich des Äquators beheimatet.

 

Die Inselgruppe ist östlich der afrikanischen Küstenstaaten Somalia, Kenia und Tansania, im Südwesten liegen die Inseln Madagaskar, Mayotte und die Kom-moren, und im Süden liegen die Inseln Mauritius und La Réunion.

 

Die Seychellen bestehen aus circa 110 Inseln, wobei sie sich geologisch in 42 Granitinseln und 73 Koralleninseln aufteilen. Gemäss ihrer Lage wird der Insel-verband in 2 Gruppen aufgeteilt, die Inner Islands und die Outer Islands.

 

Die Inner Islands liegen in einem Seegebiet, was als Seychelles Bank bezeichnet wird, und umfassen 32 Inseln. Zu ihnen zählt die Hauptinsel Mahé, Praslin, La Digue, Silhouette, Île du Nord, Frégate, Île Aride, Île Denis und Bird Island. Die drei erstgenannten Inseln sind die wichtigsten Vertreter der Gruppe, welche als Folge auch am dichtesten bevölkert sind. Die Inner Islands bestehen alle aus Granitgestein mit nur zwei Ausnahmen,  nämlich Bird Island und Île Denis, welche sich am nördlichen Rand der Seychelles Bank befinden und ihrer Entstehung nach Koralleninseln sind. Da die Granitinseln eine andere Entstehungsgeschichte haben, wie die Koralleninseln, existieren auch Erhebungen, wie beispielsweise der Morne Seychellois mit 900 Meter über Meer auf Mahé.

 

Als Outer Islands werden die Inseln zusammengefasst, welche nicht auf der Seychelles Bank liegen. Das Seegebiet ist um circa um einen Fak-tor 10 grösser, als jenes der Inner Islands. Zu den Outer Islands zählen die Inseln und Inselgruppen der Amiranten mit dem Hauptvertreter Desroche, die Alphonse-Gruppe mit den Atollen Alphonse und St. François, das Aldabra Archipel, das Cosmoledo Atoll, die Farquhar-Gruppe mit den Atollen Farquhar und Providence, die Insel Platte und die Insel Coëtivy, (290 km südlich von Mahé). Auf diesem meist aus Korallen bestehenden Inseln existieren kaum Siedlungen, was unter anderem auch auf das Fehlen von Süsswasserquellen zurückzuführen ist.

 

Die Seychellen werden politisch als Präsidialrepublik geführt, wobei der Präsident für 5 Jahre gewählt wird und zugleich der Regierungschef ist. Zusätzlich besitzt die Republik eine Nationalversammlung mit Sitz in Victoria und ist untergliedert in 25 Regierungsbezirke, wobei alleine auf Mahé 22 davon zu verzeichnen sind. Die Outer Islands sind keinem Regierungsbezirk zugewiesen, dies obwohl sie flächenmässig fast 50 % der Seychellen ausmachen.

 

Hervorheben möchten wir an dieser Stelle, dass die Seychellen der erste Staat der Welt waren, welche den Naturschutz in seine Verfassung mit aufgenommen hat. Zudem sind sie mit einem Flächenanteil von über 58 % an geschützter Gebiete seiner gesamten Landfläche weltweit führend. So wurden auch bald zu Beginn der Unabhängigkeit internationale Abkommen unterschrieben, welche beispielsweise den Handel mit bedrohten Tierarten und den Walfang verbieten, und den Umgang mit giftigen Abfällen regeln. Neben der politischen Ebene manifestiert sich das Engagement auch in den zahlreichen unabhängigen Umweltschutzorganisation, wie beispielsweise der ENVI.R.O., dem Nature Protection Trust, der Seychelles Geosociety, die BirdLife Seychelles und den vielen Wildlife Clubs, welche sich auf den Seychellen etabliert haben. Trotz des hohen Umweltschutzbewusstseins gibt es auf den Seychellen, vor allem auf und um Mahé und Praslin, Projekte zur Landge-winnung für öffentliche, aber auch private Nutzungen. Diese Massnahmen stellen leider ganz klar eine massiven Eingriff in die Natur dar, so werden beispielsweise ganze Strömungen um Inseln an ihnen vorbeigeleitet mit verheerenden Auswirkungen auf die Flora und Fauna.

Die Bevölkerung der Seychellen besteht praktisch ganzheitlich aus den Nachfahren der einstigen französischen Siedler und deren ehe-maligen schwarzen Sklaven. Ein ähnlicher Mix stellt die Sprache dar, eine eigene Variante des Kreols. Neben dieser Amtssprache gelten auch noch Englisch und Französisch als offizielle Sprachen.

 

Die Haupteinnahmequelle für die Seychellen beruht mit über 30% klar auf dem Tourismus und den angegliederten Dienstleistungen. Und nachdem sich die Republik mit einer Neuausrichtung nach einer Zahlungsunfähigkeit wieder erholen konnte, blüht die Wirtschaft wieder auf.

 

Die Sehenswürdigkeiten auf den Seychellen sind unzählig. So ist die Hauptstadt Victoria mit ihren Bauten und dem botanischem Garten unbedingt ein Besuch wert. Die Seychellen weisen wie schon beschrieben mit 7 Nationalparks (darunter das Vallée de Mai mit der berühmten Coco de Mer auf Praslin, ein UNESCO Weltnaturerbe), 4 Sonderreservaten (darunter Aldabra als UNSESCO Weltnaturerbe) und 6 weiteren Schutzzonen eine Fülle an einzigartigen und wunderschönen Naturschauplätzen.

 

Nicht nur die Flora ist einzigartig, sondern auch die Fauna ist fantastisch. So weisen die Seychellen alleine 3 Arten endemischer Riesenschild-kröten auf. Die Liste ist beliebig erweiterbar, umfasst unter anderem einzigartige Vögel, Reptilien und Amphibien. Selbstverständlich nur, dass auch das Landschaftsbild mit den typischen Granitformationen das Bild der wunderbaren Natur abrundet.

 

Auch die Unterwasserwelt der Seychellen mit den schönen und farbigen Korallenriffen und allen ihren Bewohnern ist traumhaft. Und die Buchten und wunderbaren Strände laden zu einem Verweilen und Baden ein. Hervorzuheben ist die Anse Source d'Argent auf La Digue, ein kleiner wunderbarer Strand, welcher die Aufmerksamkeit in unterschiedlichsten Werbespots erregt hat. Leider sind auch in den Seegebieten der Seychellen die Spuren der Klimaerwärmung nicht spurlos vorbeigegangen. So hat auch hier die Korallenbleiche erheblichen Schaden an den Riffen angerichtet.

 

Für den Yachtsport ist die Infrastruktur gut ausgebildet. Es gibt einige Häfen und seit geraumer Zeit wurden auch umweltfreundliche Anker-plätze geschaffen (embedment moorings). Die erforderlichen Winde für den Yachtsport sind wieder auf die beiden untzerschiedlichen Mon-sune zurück zu führen. So herrscht von Dezember bis circa März der Nordwest-Monsun, die Feuchtsaison, und vom Mai bis zum September die Zeit des Südost-Monsuns, die trockenere, aber auch leicht windigere Saison. Die nicht aufgeführten Monate sind die Übergangsmonate, welche als oftmals praktisch windstill angesehen werden können. Schwere Stürme sind in Analogie zu den Malediven auf diesen Breiten sehr selten.

 

Generell lässt sich zudem auch sagen, dass sich die Temperaturen ganzjährig (auch in der Nacht) zwischen 24° Celsius und 30° Celsius be-wegen. Die Wassertemperatur ist das ganze Jahr über bei circa 26° Celsius, und auch die Luftfeuchte liegt sehr konstant bei circa 80 %.

Abschliessend möchten wir festhalten, dass die Seychellen über wunderbare Sehenswürdigkeiten, Naturparks, Städte und Orte, Buchten und Strände, und vor allem auch wunderbare Menschen verfügt. Das Revier lässt keine Wünsche offen und ist geeignet für Einsteiger, als auch für Familientörns.


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